2004 absolvierten 12.706 Läufer den Stockholm Marathon - Rekord.

Die Geschichte des Stockholm Marathon


2003



Rekorde, Rekorde, Rekorde

Beim Jubiläumsmarathon - 2003 sah die 25. Auflage des Rennens - setzte Josphat Chemjor aus Kenia die Maßstäbe. Der 26-jährige setzte sich zur Halbzeit von der restlichen Spitzengruppe ab und lief das Rennen solo zu Ende.
"Mein Plan war, am Anfang vorne mitzulaufen und dann einen Ausreißversuch zu starten", so Chemjor. Der Versuch war von Erfolg gekrönt.
Die Führenden zeigten großen Respekt vor der schwereren zweiten Runde. Die Zwischenzeit beim Halbmarathon betrug 1:10:25, die langsamste in der Geschichte des Rennens.
Hier startete Chemjor seinen Angriff. Er lief den 22. Kilometer in 2:53 Minuten und setzte sich von einer Achtergruppe ab. Die zweite Hälfte des Rennens absolvierte er alleine und erreichte das Ziel in einer Zeit von 2:18:14, 1:17 Minuten vor Mostapha Errebah aus Italien.
Der Schwede Said Regragui erreichte in seinem ersten Marathon eine beachtliche Zeit von 2:19:55 und wurde Dritter.
Marie Söderström-Lundberg gewann das Rennen der Damen und vervollständigte damit eine einzigartige Serie erfolgreicher Starts in Stockholm. In sämtlichen Rennen lief sie auf das Siegertreppchen - ihre Platzierungen: 3, 1, 1, 2, 2 und schließlich 1.
In diesem Jahr musste erstmals ein Limit von 15.000 Teilnehmern für den Stockholm Marathon ausgesprochen werden; ein deutlicher Beweis für das weiter steigende Interesse am Rennen. Insgesamt wurden schließlich 15.118 Anmeldungen angenommen. Die Anmeldung wurde fünf Wochen vor dem Rennen vorzeitig geschlossen.
Zum ersten Mal nahmen mehr als 3.000 Frauen am Rennen teil.
Zum Startzeitpunkt war es leicht bewölkt und mit 18 Grad angenehm warm. 12.734 Läufer gingen den Marathon an, 12.153 davon kamen ins Ziel - ein Rekord, der die alte Bestmarke von 1988 (10.862) pulverisierte.

FAKTEN
• 15.118 Teilnehmer (12.100 Männer, 3.018 Frauen) aus 56 Nationen. 12.734 Starter. 12.153 Zieleinläufer (Rekord).
• Ergebnisse: HERREN: 1) Josphat Chemjor, KEN, 2.18.14 2) Mostapha Errebah, ITA, 2.1931 3) Said Regragui, SWE, 2.19.55
DAMEN: 1) Marie Söderström-Lundberg, SWE, 2.35.07 2) Tadelech Birra, ETH, 2.42.12 3) Angelinah Seephoa, RSA, 2.43.28.


2004
Kenia triumphiert

Kenia stellte lediglich zwei Teilnehmer der Spitzenklasse, doch genügte dies, um beide Wettbewerbe für sich zu entscheiden.
Joseph Riri lief einen Großteil der zweiten Runde mit dem Italiener Mostapha Errebah, der im letzten Jahr den zweiten Platz erreichte. Gut einen Kilometer vor dem Ziel setzte Riri zu einem Spurt an, dem Errebah nicht folgen konnte.
"Dieser Sieg ist wichtig für mein Unternehmen", erklärte Riri, der ein Trainingslager in Eldoret betreibt.
Die 23-jährige Rita Jeptoo bestritt ihr Marathondebüt in Stockholm und überzeugte durch eine kluge Einteilung des Rennens. Ihr gleichmäßig hohes Tempo verhalf ihr bereits nach zehn Kilometern zu einem Vorsprung, den sie stetig ausbaute. Im Ziel lag sie nicht weniger als sieben Minuten vor ihren Konkurrentinnen.
"Es war ein hartes Rennen mit fantastischen Zuschauern", so Jeptoo nach ihrem Sieg.
In den vergangenen acht Jahren hatte die Zahl der Teilnehmer stetig zugenommen. 2004 war keine Ausnahme - 16.221 Läufer aus 55 Ländern nahmen schließlich am Marathon teil. Die Anmeldung wurde drei Monate vor dem Rennen geschlossen.
13.667 Läufer standen am Start, 12.706 davon erreichten das Ziel im Olympiastadion. Nicht weniger als 49,5 Prozent aller Teilnehmer kamen aus anderen Ländern.

FAKTEN
• 16.221 Teilnehmer (12.654 Männer, 3.567 Frauen) aus 55 Nationen. 13.667 Starter. 12.706 Zieleinläufer (Rekord).
• Ergebnisse: HERREN: 1) Joseph Riri, KEN, 2.16.12. 2 Mostapha Errebah, ITA, 2.16.34. 3) Aleksey Sokolov, RUS 2.18,17.
DAMEN: 1) Rita Jeptoo Sitienei, KEN, 2.35.14. 2) Svetlana Ponomarenko, RUS, 2.42.05. 3) Angelinah Sephooa, RSA, 2.45.56.


2005
Auf Regen folgt Sonnenschein

Die 17.071 Teilnehmer am 27. Stockholm Marathon wachten am Wettkampftag zu Windböen und starkem Regen auf. Pünktlich zum Start des Rennens verbesserten sich die Bedingungen jedoch ungemein - 13 Grad, ein bewölkter Himmel ohne Regen und Windstille. Später sollte sogar die Sonne wieder hervorschauen, was vor allem die langsameren Läufer erfreute.
Kasirai Sita aus Zimbabwe machte das Beste aus den guten Bedingungen und siegte deutlich in der besten Zeit der letzten 14 Jahre - 2:13:30. Die Entscheidung kam nach 28 Kilometern, als Sita sich von seinen Gegnern absetzte. Im Ziel hatte er den Kenianer Daniel Kiprugut mit mehr als einer Minute distanziert.
Bei den Frauen hatte Susan Michelson aus Australien lange Zeit die Führung inne, bis sie drei Kilometer vor dem Ziel aber von der Spanierin Tina Maria Rámos abgefangen wurde. Eine Lokalmatadorin sorgte für die Überraschung des Rennens: Malin Ewerlöf-Krepp, die Vize-Europameisterin von 1998 über 800 Meter, lief bei ihrem ersten Marathon in einer Zeit von 2:44:43 auf das Siegertreppchen. Nebenbei gewann sie die schwedische Meisterschaft über die Distanz...
Wie im Vorjahr wurde die Anmeldung drei Monate vor dem Rennen geschlossen, da das Teilnehmerlimit erreicht war. Zum ersten Mal in der Geschichte des Stockholm Marathon waren schwedische Teilnehmer in der Minderheit - 8.550 von 17.071 Läufern kamen aus anderen Ländern. 5.279 Finnen, 1.034 Deutsche und 558 Briten sorgten für ein internationales Flair auf der Strecke.
Das Durchschnittsalter der Teilnehmer war 41 (Herren) bzw. 39 Jahre (Damen). 8.665 Teilnehmer liefen zum ersten Mal den Stockholm Marathon; viele davon hatten jedoch zuvor bereits andere Läufe absolviert. Insgesamt 60 Läufer hatten erfolgreich an sämtlichen 26 Rennen teilgenommen.

FAKTEN
• 17.071 Teilnehmer (13.354 Männer, 3.717 Frauen) aus 55 Nationen. 13.476 Starter. 12.706 Zieleinläufer.
• Ergebnisse: HERREN: 1) Kasirai Sita, ZIM, 2.13.30 2) Daniel Kiprugut Too, KEN, 2.15.13 3)Phillip Bandawe, ZIM, 2.15.
DAMEN: 1) Tina Maria Ramos, ESP, 2.41.28 2) Susanne Michelsson, AUS, 2.42.51 3) Malin Ewerlöf-Krepp, SWE, 2.44.43.